Mit dem Wohnmobil in die Normandie! Etappe : Anreisen / ankommen…

Wir entscheiden von Donnerstag auf Freitag, wohin wir unsere erste Fahrt mit dem Clever Van unternehmen wollen. Es soll im ersten Urlaub in die Normandie gehen. Schon am Donnerstag packen wir, was wir am Probewochenende vergessen hatten, zusammen und beladen langsam aber stetig bis Samstag den Van. Freitagabend feiern wir noch den Geburtstag vom liebem Sylvia in Dortmund vor dem Clever VanMatthias nach – da ist doch klar, dass wir erst spät im Bett sind. Trotzdem ist der Plan, zwischen 10 und 11 Uhr loszufahren. Plan…

Samstag, 10.06.2017

Abreise ist 13.00h. Wir vertrauen der Dame im Navi erstmal nicht, sondern fahren über die A40 Richtung Westen. Es geht von Dortmund nach Venlo (nein, wir haben hier keine Zwischenübernachtung gemacht, lieber Deti), weiter nach Eindhoven, nach Antwerpen, nach Gent, nach Calais bis dann über die Landstraße nach Eu. Oder anders über die A40, A67, E17, E40, A16, A28 und dann über die D-925. Das Navi sagt 6,5 Stunden. Nach 7 Stunden gemütlicher Fahrt ohne Stau und mit einem Zwischenstopp, bei dem wir erstmals den Ärmelkanal sehen, kommen wir an.Sylvia sieht den Ärmelkanal

Die Stadt Eu liegt ganz im Norden von der Normandie. Hier beginnt quasi unser Zielgebiet. Wir entscheiden uns für einen Campingplatz, der an einem Schlosspark gelegen ist. Der Park ist wirklich richtig schön. So etwas habe ich bisher nicht frei gesehen – nur in den gestalteten Parks in England, die aber eben alle Eintritt nehmen. In den Sträuchern der Rhododendren stehen Lautsprecher und wir hören, während wir durch die schön angelegte Parkanlage gehen, Der Schlosspark in Euklassische Musik. An den Schlossgarten schließt sich eine sehr schöne Kirche mit Wasserspeiern an. So schön der Park und die Kirche auch sind, die sanitären Anlagen auf dem Camping Municipal sind wunderlich! Ich habe noch nie eine Toilettenanlage für Männer und Frauen zusammen erlebt. Ich muss also an den Pissoirs vorbei, um zur Kabine zu kommen. Und die gesamte Tolilettenanlage ist pink bis aprikot gestrichen, also auch wenn ich mich als Frau mit den Pissoirs merkwürdig vorkommen, werden auch Männer sich auf dem Klo wundern… Natürlich gibt es auch kein Toilettenpapier, keine Seife oder Handtücher. Ganz rudimentär also… Wir essen noch unsere Carepakete auf und gehen schlafen. Es ist bereits Mitternacht – solch ein Anreisetag ist doch lang.

Sonntag, 11.06.2017

Nach einer Übernachtung machen wir uns am kommenden Tag zu Fuß auf nach Le Treport.

Dort kommen wir an einem Hafen vorbei, einer Schleuse und Ausflugsschiffen. Es gibt ein Zelt  mit einem kleinen Flohmarkt und ein Karussell mit altertümlichen Schaukelpferden und auch einem Esel. Aber uns geht es ja um die Aussicht, um die Kreidefelsen und den Strand. Es ist herrlich. Aus den Reiseführern hatten wir vorab schon immer gelesen, es sei so schön, wenn die Kiesel durch die Wellen in Bewegung geraten und aneinander schlagen. Wir hören es auch und es ist schön. Aber gleichzeitig ist es auch beängstigend mit welcher Wucht das Meer die Steine bewegt. Natürlich will ich mit Milla ins Wasser – aber das lassen wir nach der ersten Welle, die uns erwischt schnell sein. Das Meer schlägt uns die großen Steine und Kiesel ganz schön heftig um Knöchel und Beine. Also müssen wir jetzt  – nach einer langen Wanderung direkt durch die Sonne – unsere Milla anders als durchs Meer kühlen und bauen ihr aus meinem mitgebrachten Kleid einen Sonnenschutz. Nach ca. 20 Minuten hört ihr Hecheln auf. Das ist gut… Und dann zeihen auch am Himmel einige Schleierwolken auf. Schließlich machen wir uns wieder auf den Weg zu der Bergbahn, die auf den Kreidefelsen fährt. Sie ist täglich zwischen 9 – 19.00 Uhr kostenlos von der Strandebenen hinauf. Das Ganze in vier Kabinen parallel. Alternativ könnt ihr auch die 365 Stufen nehmen, die hinauf führen. Oben angekommen ist der Ausblick noch spektakulärer. Ich habe echt viele Fotos gemacht – und Sven auch – aber es ist wirklich schwierig, sich für das schönste zu entscheiden…Bahn in Le Treport

Oben an der Terrasse liegt ein Wohnmobilstellplatz. Den möchte ich Euch unbedingt empfehlen!

Hier mein erster Normandie Tipp: 

Wenn Ihr aus dem Ruhrgebiet anreist, macht Eure erste Übernachtung direkt dort – Ihr habt einen schönen Blick auf das Meer. Schaut Euch dann einfach vorher oder am nächsten Tag trotzdem kurz den Schlosspark in Eu an – aber lauft dahin auf keinen Weg zu Fuß!

Ein ganz allgemeiner Tipp:

Wenn ein Reiseführer so gar nichts über einen Wanderweg aussagt, bzw. Wanderungen nicht vorkommen, dann heißt das, es gibt wahrscheinlich gar nichts Gutes darüber zu berichten oder es gibt schlicht keine Wege, die sich als Wanderwege bezeichnen lassen. Der Wanderweg von Eu nach Le Treport konnte auf jeden Fall so gar nichts! Diesen Weg könnt Ihr Euch also absolut sparen!

Hundetipp:                        

Passt auf Eure Viecher auf, wenn der Atlantik zuschlägt! In den Kieseln kann man nicht schnell vor einer Welle weglaufen und man kann auch unmöglich schnell ins Wasser springen, um einen Hund aus dem Meer zu fischen. Also: Obacht vor den Atlantik an der Nordküste der Normandie, der Cote d’Albatre. Unsere Milla hat nach dem ersten Kontakt mit dem Wasser und der Welle verstanden, dass sie sich da besser heraushält…

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